Bergkamen

Rochus Aust

*1968 in Recklinghausen
„subport bergkamen", 2005
Standort: Präsidentenstraße

Der „subport bergkamen" ist der weltweit erste und einzige unterirdische Flughafen. Er ist eine subtile, humorvolle Licht- und Klanginstallation, die einen imaginären, unterirdischen Flughafen simuliert.

Aus 14 Gullydeckeln erklingen Flughafengeräusche wie Motorenlärm und Flugdatenansagen. Durch die Löcher der Deckel sind beleuchtete Hinweisschilder zu sehen.

Λ

Birgit Hölmer

* 1967 in Fröndenberg
„o.T", 2002
Standort: Platz der Partnerstädte/Rathaus

Auf einen Wasservorhang, der aus einer Vielzahl von etwa vier Meter hohen Wasserfontänen gebildet wird, werden Ansichten berühmter und wenig bekannter Brunnen aus europäischen Städten projiziert.

Die Arbeit spielt mit der Dynamik wechselnder Motive und greift in äußerst poetischer Form das in der Stadt vorherrschende Thema „Wasser und Licht" sowie Gedanken der Städtepartnerschaft auf.


Stadt Bergkamen

Λ

Andreas M. Kaufmann

*1961 in Zürich
„no agreement today, no agreement tomorrow", 2004
Standort: Busbahnhof

Die Medienskulptur von Andreas M. Kaufmann besteht aus einem aufgestelzten, von Lichtbildern durchfluteten Rundpavillon. Fünf im Innern sich befindende, kreisende Diaprojektoren werfen bildmächtige und zeittypische Gesten von Personen aus den öffentlichen Medien auf das gläserne Rund. Die so entstandene Medienzentrifuge widersetzt sich dabei der Banalität des von ihr selbst widerspiegelnden Einflusses der Massenmedien auf unsere Wahrnehmung.

Λ

Mischa Kuball

*1959 in Düsseldorf
„PulsLicht", 2007
Standort: Marina Rünthe

Acht Meter hohe Leuchten bilden die Grundelemente dieser künstlerischen Intervention im Hafen Marina Rünthe. Die speziell für diese Arbeit entwickelten Leuchten sind mit zwei Leuchtmittelcharakteristika ausgestattet: zum Boden hin ausgerichtete Strahler, die die Wegebeleuchtung übernehmen – und je ein horizontal und nach oben abstrahlendes, gepulstes Licht, das über eine Steuerungsanlage unterschiedliche Licht-Muster entstehen lässt. Über die reine Funktionsbeleuchtung wurde so ein Lichtkunstwerk geschaffen, das seine Wirkung nur für begrenzte Zeit und in unterschiedlichen Zeitabständen entfaltet.

Λ

Maik und Dirk Löbbert

M.L. *1958 in Gelsenkirchen
D.L. *1960 in Wattenscheid
„Bergkamen setzt Maßstäbe", 2005/2009
Standorte: Erich-Ollenhauer-Straße/Leibnizstraße (Rünther Tor, blau-weiß), Landwehrstraße/Töddinghauser Straße (Weddinghofer Tor, magenta-weiß), Erich-Ollenhauer-Straße/Ernst-Schering-Straße (Oberadener Tor, grün–weiß), Landwehrstraße/Präsidentenstraße (Overberger Tor, gelb-weiß)

Vier, zehn Meter lange, geneigte „Leuchtstäbe" – jeweils auf der Mitte eines Verkehrskreisels platziert – sind in farbig sich abwechselnde 1-Meter-Segmente aufgeteilt und thematisieren als Zeichen einen „Maßstab", der sich zu seiner räumlichen Umgebung, zu Architektur und Mensch in Beziehung setzt.

In der gedanklichen Weiterführung der Lichtlinien bilden diese ein imaginäres Dach über der Stadt Bergkamen und durch die unterschiedliche Farbigkeit jedes einzelnen Lichtstabes darüber hinaus ein Leitsystem.

Fotos: Stefan Milk

Λ

Rochus Aust

*1968 in Recklinghausen
„Netzkarte (BSP)" / 2009
Standort: Platz von Gennevilliers / Präsidentenstraße

Mit der Errichtung des „subport bergkamen (BSP)" in der Fußgängerzone im Jahr 2005 ist die Stadt wesentlich näher an die weite Welt herangerückt: Rom, Berlin, Tokio sind nur noch Steinwürfe entfernt.

Die „Netzkarte (BSP)" zeigt nun die lichtprojizierten nationalen und internationalen Zentren um Bergkamen nach zeitlichen Komponenten gruppiert. Die gewohnte Geographie wird zur leuchtenden Tempographie, die die fernen Orte in die Nähe rückt und Bekanntes an die Peripherie drängt: es kommt eben auf die Wahl des Verkehrsmittels an (nach einer Idee von Heinz Friedl).

Λ

Maik und Dirk Löbbert

M.L. *1958 in Gelsenkirchen
D.L. *1960 in Wattenscheid

"IMPULS-Bergkamen"

„IMPULS-Bergkamen" (12/ 2010) ist eine „dynamische 33 Meter hohe Lichtskulptur", ausgestattet mit 14.400 LED-Leuchten und einem pulsierenden Lichteffekt. Auf der „Adener Höhe" (Bergehalde „Großes Holz", Zufahrt über Erich-Ollenhauer-Straße/Jahnstraße) dem höchsten Punkt der Stadt positioniert ist, erstrahlt der IMPULS ab Dämmerung bis in die Nacht (1 Uhr) nicht nur in Bergkamen sondern in die Region hinaus.

Die Lichtskulptur wurde von den Künstlern Maik und Dirk Löbbert für die Halde entwickelt als „Ehrenmal für die Bergleute Bergkamens und ein Denkmal für alle Kumpel weltweit". Sie ist „Symbol für das post-montane Zeitalter" und den positiven Geist, neue Möglichkeiten und Formen zu finden, nicht zu stagnieren, sondern sich zuversichtlich weiter zu entwickeln.

Fotos: Stefanie Klingemann

Λ