Lünen

Martin Pfeiffle

„radial", 2017

Standort: Platz an der Lange Straße 90

Die Stelen der Arbeit „radial“ bestehen aus verzinktem Stahl in unterschiedlichen Neigungen und Längen. Auf Ihrer Frontseite sind LED Lichtlinien aus Edelstahl eingelassen. Die einzelnen Elemente von „radial“ sind so ausgerichtet, dass sie in der Mitte der Straße einen gemeinsamen Schnittpunkt bilden.Die unterschiedlichen Neigungen der Stangen erzeugen Dynamik und stehen für Vielfalt.

„radial“ greift die Idee eines modernen Stadttors auf. „radial“ stellt die Frage nach dem „Kommen“ und „Gehen“, unterschiedlichen Wegen und Möglichkeiten. Da die Arbeit sich auf der einen Seite der Straße von 4,5 m bis zu 5,5 m in die Höhe erhebt und auf der anderen Seite in den Boden eingelassen ist, wird eine dynamische Bewegung erzeugt, die nicht stromlinienförmig mit der Straße verläuft, sondern auf die Vielschichtigkeit von Bewegung hinweist. „radial“ bezieht sich damit bewusst auf die geographische Besonderheit Lünens, sowohl Münsterland als auch Ruhrgebiet zu sein.
„radial“ beleuchtet nicht die Straße, sondern ist eine Skulptur, die mit ihrer Präsenz auf die Funktion eines Stadttores hinweist: dies ist ein besonderer Ort, ich betrete oder verlasse eine Stadt. Ich komme zurück oder gehe fort. Es ist ein Moment, an dem sich etwas ändert, niemals ist er gleich. So erscheint auch „radial“ dem Besucher in anderem Licht, wenn er sich der Langen Straße stadteinwärts oder stadtauswärts befindet.

 

Foto: Sabine Schirdewahn

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Kazuo Katase

*1947 in Shizuoka, Japan
„Flusswächter", 2007/08
Standort: Nördliches Lippeufer, Baugebiet Mersch

Die Lichtskulptur „Flusswächter" besteht aus zwei unterschiedlich langen, schräg stehenden Stahlrohren, von denen der längere der beiden Stäbe in einem weiß ausstrahlenden Lichtkörper mündet. Beide werden – scheinbar – von einem ellipsenförmigen Ring umschlossen, an welchem ein rechteckiger, gelb ausleuchtender Lichtkörper (Laterne) aufgehängt ist. Der einfachen Geometrie der Formen dieser Skulptur steht eine Fülle an Assoziationen zur Seite, ihren klaren Linien ein poetisch-exotisches Scheinen: ein Stadttor – Wächter an der Schnittselle zwischen Stadt- und Landschaftsraum.

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